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Unabhängige Elterninitiative · Berlin-Köpenick

Vertraute Beziehungen. Verlässliche Kitas.

Wir sind betroffene Eltern aus Köpenick. Wir setzen uns ein für den Zusammenhalt der Kinder, für eine Betreuung, die im Familienalltag funktioniert, und für echte Beteiligung an den Plänen, unsere Kita auf zwei Standorte aufzuteilen.

Worum es geht

Eine Kita, zwei Standorte: Eltern berichten von einer Trennung nach Alter

Elternbericht

Nach Berichten betroffener Eltern plant der Träger Kindertagesstätten SüdOst, also der öffentliche Betreiber der Kitas, ein Pilotprojekt unter dem Titel „TagWerk Kita – Schule des Lebens“. Dafür sollen die Kita Uhlenhorster Straße und die Kita Friedrichshagener Straße in Köpenick ihre Kinder nach Alter aufteilen. Kinder bis etwa vier Jahre sollen in die Kita Uhlenhorster Straße gehen, die Fünf- und Sechsjährigen in die Kita Friedrichshagener Straße. Die Umsetzung soll nach diesen Berichten im ersten Quartal 2027 beginnen.

Für Familien hieße das: Geschwister könnten auf zwei Kitas verteilt werden, Kinder könnten vertraute Bezugspersonen und Freundschaften verlieren, die Wege würden länger. Nach Angaben der Elternvertretung, also die gewählte Vertretung der Eltern, hat der Träger am 29. September 2026 eine schriftliche Zusammenfassung des Konzepts angekündigt. Sie liegt uns noch nicht vor.

Forderung

Uns geht es nicht um das Ob, sondern um das Wie. Gegen eine Weiterentwicklung der Pädagogik, etwa mit Funktionsräumen oder einer Lernwerkstatt, haben wir nichts. Das Problem ist, eine Kita nach Alter auf zwei Standorte aufzuteilen.

Den Sachverhalt im Detail lesen

Stand der Dinge

Was angekündigt wurde und was offen ist

Aktueller Stand

Stand:

Angekündigt

  • Der Träger hat Elternvertretungen zu einer Informationsveranstaltung über das Pilotprojekt „TagWerk Kita – Schule des Lebens“ eingeladen.
  • Nach Berichten von Eltern sollen sich die Kita Uhlenhorster Straße und die Kita Friedrichshagener Straße die Altersgruppen aufteilen.
  • Die Umsetzung soll nach Angaben von Eltern im ersten Quartal 2027 beginnen, das Pilotprojekt bis 2028 laufen.

Seitdem geschehen

  • 23. September 2026: Eltern erfahren von den Plänen; die Petition auf change.org startet.
  • 24. bis 27. September 2026: Eltern schreiben an den Träger, das Jugendamt, die Kita-Aufsicht und die Bezirkspolitik.
  • 28. September 2026: Sonder-Elternabend mit Vertreterinnen und Vertretern des Trägers; Eltern stellen ihr Positionspapier vor.
  • 29. September 2026: Informationsveranstaltung des Trägers für Elternvertretungen; die Elternvertretung hat dafür 21 Fragen vorbereitet.

Noch offen

  • Ist schon entschieden, und wenn ja, von wem und wann? War der Verwaltungsrat beteiligt? In diesem Gremium des Trägers sitzen Vertreterinnen und Vertreter der Bezirke und der Beschäftigten.
  • Warum diese beiden Standorte, und welche Alternativen wurden geprüft?
  • Welche Lösungen gibt es für Geschwister, Vorschulkinder und längere Wege?
  • Wie trägt das Konzept, wenn Familien die Kitas verlassen?
  • Wann legt der Träger das Konzept schriftlich vor?
  • Sind außer den beiden Kitas weitere betroffen? Der Träger spricht in seiner Einladung von der „geplanten Weiterentwicklung unserer Kitas“.
Angaben ohne Quelle beruhen auf Berichten betroffener Eltern.Vollständige Chronologie

Was das bedeutet

Was die Pläne für Familien bedeuten

So erleben wir als Eltern die angekündigten Veränderungen. Das ist unsere Einschätzung, keine Aussage des Trägers.

Vertraute Beziehungen

Kleine Kinder brauchen verlässliche Bezugspersonen. Heute nutzen die Kinder ab drei Jahren in der Kita Uhlenhorster Straße gemeinsam alle Räume. Nach den Plänen würden Jüngere und Ältere getrennt. Vorschulkinder würden wenige Monate vor der Schule das Haus wechseln, und Kinder, die gerade eingewöhnt sind, also die begleitete Anfangszeit in der Kita hinter sich haben, müssten sich womöglich ein zweites Mal eingewöhnen. Das Berliner Bildungsprogramm hält fest, dass ein Kitawechsel „eine erneute, angepasste Phase der Eingewöhnung erfordern“ kann.

Quelle: Berliner Bildungsprogramm, S. 154 und 158 (externe Seite), Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie Kita-Profil: Kita Uhlenhorster Straße (externe Seite), Kindertagesstätten SüdOst

Geschwister und Familienalltag

Würden Geschwister nach Alter getrennt, müssten Eltern ihre Kinder morgens in zwei verschiedene Kitas bringen. Bring- und Abholzeiten, Elternabende und Schließtage müssten doppelt organisiert werden. Jüngere Geschwister blieben dann womöglich länger in der Kita.

Erreichbare Betreuung

Viele Familien haben ihre Kita nach Wohnort, Arbeitsweg oder Anbindung an Bus und Tram gewählt. Zwischen den beiden Kitas liegt nach Angaben von Eltern die Bahnhofstraße. Der Bahnhof Köpenick wird zum Regionalbahnhof umgebaut. Vom 10. bis 31. August 2026 war die Bahnhofstraße unter den Eisenbahnbrücken deshalb voll gesperrt. Ein anderer Standort kann deutlich längere Wege bedeuten, besonders ohne Auto.

Quelle: Umbau Bahnhof Köpenick (externe Seite), Bezirksamt Treptow-Köpenick

Elternperspektive

Unsere Forderungen

Drei Forderungen an Träger und Verantwortliche

Wir erkennen an, dass der Träger wirtschaftliche und organisatorische Aufgaben lösen muss. Uns geht es um die Folgen für Kinder und Familien.

Forderungen der InitiativeBerlin-Köpenick · 2026

Forderung 1: Umsetzung aussetzen, bis die offenen Fragen geklärt sind.

Keine vorbereitenden oder unumkehrbaren Schritte an den beiden Kitas, bevor die Fragen der Eltern beantwortet sind und die Eltern angehört wurden.

Forderung 2: Entscheidungsgrundlagen offenlegen.

Ist schon entschieden, und wenn ja, wer hat wann entschieden? Nach welchen Kriterien wurden die Standorte gewählt? Welche Alternativen wurden geprüft und warum verworfen? Wie sind die Kitas belegt, und welche Prognosen gibt es? Der Elternausschuss einer Kita kann vom Träger Auskunft über wesentliche Angelegenheiten der Kita verlangen (§ 14 Abs. 4 KitaFöG, Überblick der Senatsverwaltung (externe Seite)).

Forderung 3: Gemeinsam und ergebnisoffen planen.

Eltern und pädagogische Teams entwickeln Lösungen gemeinsam mit dem Träger. Kinder, die heute die Kitas besuchen, Geschwister und Vorschulkinder brauchen verlässliche Regelungen.
Entwurf: Der Wortlaut wird in der Initiative abgestimmt.Petition unterschreiben (externe Seite)

Deine Stimme zählt

Unterstütze die Petition der Eltern

Petition auf change.org
„Verhindern Sie die Trennung unserer Kita-Kinder“

Den Petitionstext haben Eltern am 23. September 2026 nach ihrem damaligen Kenntnisstand geschrieben.

So unterschreibst du

  1. Petition öffnenDer Button führt zu change.org.
  2. Name und E-Mail eintragenDeine Angaben gehen an change.org. Dort gelten die Datenschutzbestimmungen von change.org.
  3. Unterschrift bestätigenFertig. Erzähl gern anderen davon.
Zur Petition (externe Seite)

Externer Link zu change.org

Chronologie

Was bisher geschah

  1. Elternbericht

    Eltern erfahren von dem Pilotprojekt

    Bei einem Treffen in der Kita Uhlenhorster Straße erfahren Eltern von den Plänen des Trägers. Nach Angaben von Eltern gab es dazu ein erstes Schreiben des Trägers.

    Quelle ausstehend: Erstes Schreiben des Trägers an die Eltern

  2. Dokumentiert

    Petition geht online

    Die Petition „Verhindern Sie die Trennung unserer Kita-Kinder“ ist auf change.org öffentlich abrufbar.

    Quelle: Petition auf change.org (externe Seite)

  3. Dokumentiert

    Sonder-Elternabend mit dem Träger

    Vertreterinnen und Vertreter des Trägers stellen die Pläne in der Kita vor. Nach Angaben der Elternvertretung stellen Eltern dort ihr Positionspapier vor.

    Quelle: Einladung der Kita und Mitschrift der Eltern, liegen der Initiative vor

  4. (aktuellster Eintrag)
    Elternbericht

    Informationsveranstaltung für Elternvertretungen

    Nach Angaben der Elternvertretung stellte der Träger das Pilotprojekt „TagWerk Kita – Schule des Lebens“ im BVV-Saal im Rathaus Treptow vor. Die Elternvertretung hatte dafür 21 Fragen vorbereitet.

    Quelle: Einladung des Trägers, liegt der Initiative vor

  5. Offene Frage

    Schriftliches Konzept des Trägers

    Nach Angaben der Elternvertretung hat der Träger am 29. September 2026 eine schriftliche Zusammenfassung angekündigt. Sie liegt noch nicht vor.

  6. Offene Frage

    Übergabe der Fragen und Antworten des Trägers

    Die 21 Fragen sind noch nicht schriftlich übergeben. Antworten veröffentlichen wir im Fragenregister, sobald sie vorliegen.

Alle Ereignisse

Dokumente & Quellen

Worauf wir uns stützen

Einladungen, Mitschriften und weitere Unterlagen, mit Herausgeber, Datum und Bearbeitungsstand.

Noch nicht veröffentlicht
Einladung

Einladung zur Informationsveranstaltung „TagWerk Kita – Schule des Lebens“

Herausgeber
Kindertagesstätten SüdOst, Geschäftsleitung
Datum
29. September 2026 (Termin)

Liegt der Initiative vor. Veröffentlichung erst nach Prüfung der Rechte und ohne personenbezogene Daten.

Noch nicht veröffentlicht
Fragen

Fragen der Elternvertretung zur geplanten Umstrukturierung

Herausgeber
Elternvertretung
Datum
29. September 2026
Format
21 Fragen

Vorbereitet für die Informationsveranstaltung des Trägers am 29. September 2026. Veröffentlichung nach Zustimmung der Elternvertretung.

Alle Dokumente

Mitmachen

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Wir sagen Bescheid, wenn es Antworten, Termine oder neue Unterlagen gibt.

Bald verfügbar
Newsletter per E-Mail, bald verfügbar.

Deine Kita ist auch betroffen? Schreib uns.

Fragen & Antworten

Häufige Fragen

Wer steht hinter dieser Seite?

Eltern der Kita Uhlenhorster Straße in Berlin-Köpenick. Wir sind kein eingetragener Verein, keine Behörde, kein Kita-Träger und keiner Partei zugeordnet. Wer für die Website verantwortlich ist, steht im Impressum.

Richtet sich die Initiative gegen den Träger oder die Teams in den Kitas?

Nein. Wir erkennen an, dass der Träger wirtschaftliche und organisatorische Aufgaben lösen muss, und wir schätzen die Arbeit der Erzieherinnen und Erzieher. Uns geht es nicht um das Ob, sondern um das Wie: um die Folgen der Pläne für Kinder und Familien und um tragfähige Lösungen.

Was ist „TagWerk“?

Auf seiner Website beschreibt der Träger „TagWerk“ als pädagogisches Konzept mit offener Arbeit, einer Lernwerkstatt und Lernen im Alltag (Beitrag des Trägers (externe Seite)). Offene Arbeit und Lernwerkstätten sind anerkannte Ansätze; das Berliner Bildungsprogramm (externe Seite) beschreibt sie. Neu ist nach Berichten von Eltern der Plan, eine Kita nach Alter auf zwei Standorte aufzuteilen. Viele Eltern schätzen Teile dieser Pädagogik.

Welche Kitas sind betroffen?

Nach Berichten von Eltern betrifft das Pilotprojekt die Kita Uhlenhorster Straße und die Kita Friedrichshagener Straße in Köpenick. Ob weitere Kitas betroffen sind, hat der Träger bisher nicht öffentlich gesagt. Eltern anderer Kitas erreichen uns über das Kontaktformular.

Ist die Entscheidung schon gefallen?

Das ist offen. Laut Mitschrift der Eltern vom Elternabend am 28. September 2026 hieß es von Seiten des Trägers, es gebe „keine Festlegungen“. Nach dem Eindruck der Eltern bei der Informationsveranstaltung am 29. September 2026 soll das Konzept dagegen wie geplant umgesetzt werden.

Welche Rechte haben Eltern bei solchen Plänen?

Das Berliner Kitagesetz sieht vor, dass Eltern in Fragen der Konzeption und ihrer organisatorischen und pädagogischen Umsetzung beteiligt werden (§ 14 Abs. 2 KitaFöG, Überblick der Senatsverwaltung (externe Seite)). Der Elternausschuss einer Kita kann vom Träger Auskunft über wesentliche Angelegenheiten verlangen; gibt es keinen Elternausschuss, hat die Elternvertretung dieses Recht (§ 14 Abs. 4 KitaFöG, Überblick der Senatsverwaltung (externe Seite)). § 14 Abs. 3 und 6 KitaFöG regeln außerdem einen Elternbeirat beim Träger und einen Kita-Ausschuss in Kitas mit mehr als 45 Kindern. Nach Bundesrecht sind Eltern an den Entscheidungen in wesentlichen Angelegenheiten der Erziehung, Bildung und Betreuung zu beteiligen (§ 22a Abs. 2 SGB VIII (externe Seite)). Ansprechpartner sind unter anderem die Kita-Aufsicht (externe Seite) und die Elternausschüsse in Bezirk und Land (externe Seite). Wir geben keine Rechtsberatung.

Sollten Eltern jetzt ihren Betreuungsvertrag kündigen?

Wir geben keine Rechtsberatung. Wir empfehlen, nichts übereilt zu entscheiden und sich vorher beraten zu lassen, zum Beispiel von einer Anwältin oder einem Anwalt oder über eine Rechtsschutzversicherung.

Was passiert mit meinen Daten, wenn ich die Petition unterschreibe?

Die Petition läuft auf change.org. Die Angaben gehen an change.org, und es gelten die Datenschutzbestimmungen von change.org. Wer eine Petition startet, kann dort nach Angaben von change.org unter anderem Namen und Ort der Unterzeichnenden sehen.

Ich habe Unterlagen oder Informationen. Wie kann ich helfen?

Über das Kontaktformular: bitte kurz beschreiben, worum es geht; wir melden uns dann. Wir geben Namen und Kontaktdaten von Menschen, die uns informieren, nicht freiwillig weiter und veröffentlichen nichts, was auf sie schließen lässt. Beschäftigte des Trägers sollten keine Unterlagen schicken, die sie vertraulich behandeln müssen. Bitte keine Screenshots aus privaten Chats und keine E-Mails mit Namen anderer Personen schicken. Wir veröffentlichen nur geprüfte und freigegebene Unterlagen.

Wie kann ich die Initiative unterstützen?

Unterstützung ist möglich durch Unterschreiben der Petition, Teilen dieser Seite und Kontaktaufnahme; ein Newsletter folgt. Mehr unter Mitmachen.

Ich bin Journalistin oder Journalist. An wen wende ich mich?

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